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Leitfaden zum Problemmanagement

"Wenn du mit einem Zeigefinger auf andere Menschen zeigst,
zeigen drei Finger auf dich zurück!"
(Gustav Heinemann)

Am Gymnasium im Gustav-Heinemann-Schulzentrum arbeiten über 700 Menschen zusammen, im gesamten Schulzentrum ca. 1800 Menschen. Wir alle bemühen uns immer, eine freundschaftliche und familiäre Atmosphäre zu erzeugen, in der zwischenmenschliche Probleme möglichst selten auftreten, jedoch nicht ausgeschlossen werden können. Im Rahmen unserer Vorstellung von einer guten Schule geben uns einzelne Probleme die Gelegenheit, an bestehende Absprachen zu erinnern bzw. diese neu zu definieren und somit einer Veränderung der Wertvorstellungen bewusst entgegenzuwirken oder unsere Wertmaßstäbe entsprechend anzupassen.

Das im Folgenden dargelegte Problemmanagement soll – richtig genutzt – neben der Lösung einzelner Probleme zu einer Verbesserung der Qualität und der Abläufe an der Schule führen. Darüber hinaus soll es der Schulleitung und anderen schulischen Gremien ermöglichen, Bedürfnisse früh wahrzunehmen und zu einer auf breiter Zustimmung basierten Bewusstseinsentwicklung zu führen.

Dabei denkt die betroffene Person immer – getreu der Philosophie unseres Namensgebers Gustav Heinemann – zunächst selbst darüber nach, welchen Anteil er bzw. sie an diesem Problem hat, bevor dieses bei anderen gesucht wird. Wir wollen vertrauensvoll miteinander umgehen, uns für Probleme und deren Entstehung interessieren und diese partnerschaftlich möglichst zur allseitigen Zufriedenheit lösen. Das tun wir, indem wir freundlich und sachlich aufeinander zugehen und gemeinsam an der Problemlösung interessiert sind.

Oberstes Prinzip ist dabei die direkte Ansprache der betroffenen Person(en). Erst, wenn dies nicht zur Lösung des Problems beiträgt, werden die Beteiligten auf der nächsthöheren Ebene in die Problemlösung einbezogen.