Austausch in Cremona, vom 22.-29.03.2019

Reportage - Reportage vom 29.03.2019

Ankunft in Cremona - Freitag, 22.03.

Am Freitag, den 22.03.2019 waren die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler des Italienisch-Austauschs um 6.40 Uhr am Bahnhof, um zum Flughafen zu fahren.  Um 8.00 Uhr kamen wir am Flughafen in Düsseldorf an und gingen danach zum Check-In. Nach den Kontrollen hatten wir noch eine Stunde im Duty-Free-Bereich. Mit großer Vorfreude ging es dann schließlich um 9:40 Uhr ins Flugzeug und wir flogen ca. 1 1/2 Stunden. Am Flughafen in Milano angekommen, suchten wir unsere Koffer, sodass wir danach mit dem Bus nach Cremona zum Foro Boario fahren konnten. Als wir dann durch die Straßen Cremonas fuhren, gewannen wir einen ersten Eindruck von der italienischen Stadt, die für die nächste Woche unsere Heimat sein sollte. Es war beeindruckend, wie anders Cremona im Gegensatz zu Dinslaken aussieht. Angekommen am Foro Boario sahen wir bereits unsere Austauschpartner. Sie warteten gespannt, bis die deutschen Teilnehmer den Bus verließen. Als wir aus dem Bus stiegen, empfingen uns unsere Austauschpartner herzlichst. Wir sagten jedem „Hallo“ und schließlich fuhren wir mit unseren Familien nach Hause. Manche wohnten sehr weit außerhalb von Cremona auf dem Land. Ein großer Unterschied zu Deutschland. Angekommen in den Gastfamilien entschieden sich die einzelnen Familien einen Ausflug nur für sich zu machen. Jeder machte etwas anderes. Alles in allem war der Tag sehr aufregend, aber auch unglaublich schön, da es ein großes Wiedersehen gab. 

Asmin, Katharina 

Samstag, 23.03. 

Um 8:00 Uhr haben sich alle Italienischen Schüler und wir in der Schulaula versammelt. Dort wurden wir von der Direktorin begrüßt, um anschließend von den italienischen Schülern durch die Schule geführt zu werden. Danach versammelten wir uns erneut in der Aula, um ein Quiz mit Teams aus jeweils 4 Personen zu machen. Das Quiz beinhaltete viele verschiedene Themengebiete und viele Fragen. Unter anderem ging es um berühmte Künstler, klassische Musik und die Hauptstädte Europas und deren Sehenswürdigkeiten. Nach dem Quiz sind wir zusammen mit den Lehrern zum Rathaus von Cremona gelaufen. Im Rathaus begrüßte uns der Bürgermeister und stellte uns Fragen wie zum Beispiel, was wir an Italien besonders mögen und was wir für Sehenswürdigkeiten in Deutschland, insbesondere in Dinslaken, haben. Außerdem wurden wir noch im Rathaus herumgeführt. Ab 12 Uhr hatten wir Freizeit und so ist ein Teil von uns zum Parco al Po gelaufen, um ein Picknick zu machen. Andere Gruppen waren in einem Outlet oder im Shoppingcenter. Dort angekommen haben wir unsere Decken bereitgelegt und angefangen Essen auszupacken. Wir haben bei dem guten Wetter viel geredet, Musik gehört, gegessen und gelacht. Nach mehreren Stunden sind alle nach Hause gegangen und jeder konnte Zeit mit seiner Gastfamilie verbringen. Abends haben sich noch einmal alle in Cremona getroffen, ein Eis gegessen und eine schöne Zeit verbracht, bis alle abgeholt wurden. 

Leonie, Ivana, Valentina

Sonntag, 24.03.

Am Sonntag hatten wir einen freien Tag, der dazu gedacht war, die Familien besser kennenzulernen. Unsere Familien hatten sich dazu entschieden, diesen gemeinsam zu verbringen. Sie fuhren mit uns nach Lerici an der Küste Italiens. Die Hinfahrt dauerte zwei Stunden, in denen wir uns gut mit den Familien unterhalten konnten. Als wir dort ankamen, machten wir einen Spaziergang am Meer. Das Wetter war sehr schön, Sonne und 21 Grad. Um 13 Uhr waren wir einen „Aperitivo“ trinken, der vor dem Essen serviert wird und sehr typisch für Italien ist. Danach sind wir in ein Fischrestaurant gegangen und haben dort „Calamari“ gegessen. Das sind Meeresfrüchte aller Art. Außerdem gab es Fisch und frittierte Kartoffeln. Gegen 16 Uhr waren wir fertig mit dem Essen. Danach haben wir uns ein Kunstmuseum auf einer Burg angesehen. Da die Burg auf einem Berg liegt, hatte man einen weiten Blick über das Meer und die Städte. Die Kunstwerke waren sehr beeindruckend. An diesem Sonntag war in Lerici Markt. Daher sind wir nach dem Museum über den Markt gelaufen und haben typische Spezialitäten probiert. Zum Schluss sind wir ein Eis essen gegangen und haben mit beiden Familien Karten gespielt. Die Rückfahrt dauerte aufgrund des vielen Verkehrs vier Stunden. Insgesamt kann man sagen, dass wir an diesem Tag unsere Gastfamilien sehr gut kennenlernen konnten und einen anderen Blick auf Italien gewinnen konnten.

 

Hannah & Ann-Sophie

Montag, 25.03.

Am Montag trafen wir uns, erholt von dem Familientag, kurz vor 8:00 Uhr vor der Schule in Cremona. Um 8:00 Uhr begann dann die Schule für uns alle. Jede/r wurde in eine Gruppe eingeteilt; im Vorfeld hatte Mr Till einen individuellen Stundenplan erstellt. Die jeweiligen Gruppen gingen dann in die unterschiedlichen Unterrichtsfächer, mussten sich vorstellen und durften dem Unterricht folgen, einige haben auch aktiv teilgenommen. Nach den gesammelten Erfahrungen in italienischen Klassen hatten wir dann mit unseren Austauschpartnern Freizeit bis 13:00 Uhr. In dieser Zeit hatten wir zusammen Lunch in einem Park und anschließend aßen wir auch noch ein Eis. 

 

Um 14:00 Uhr fand dann eine Stadtralley in Cremona statt. Wir erhielten eine Stadtkarte und mussten unsere Austauschpartner zu unterschiedlichen Monumenten führen, eine Frage zu den jeweiligen Monumenten beantworten und dort immer ein Foto machen, wo wir bereits gewesen waren. 

 

Um 15:30 Uhr fand dann eine Vorstellung in einer Liuteria (Geigenbauerwerkstatt) statt, wo uns gezeigt wurde, wie Geigen hergestellt werden. Einer der anwesenden Musikstudenten hat uns dann auch etwas auf der Geige vorgespielt. Danach wurden wir von unseren Gastfamilien abgeholt und mussten uns von unseren deutschen Freunden/Freundinnen verabschieden. Der Abschied hielt jedoch nicht lange an, da Simone, Joes Austauschpartner, bei sich zu Hause zu einem gemütlichen Zusammenkommen eingeladen hatte. Alle Deutschen und Italiener waren dort, aßen zusammen Pizza, redeten und hatten viel Spaß. Insbesondere dadurch, dass er auf einem Bauernhof wohnt, vergnügten sich auch alle lange bei den Tieren (Kühen) der Farm. Für alle endete der Tag spätestens um 24:00 Uhr. 

 

Charolina, Eva

Verona und Sirmione, 26.03.

Am Dienstag hatten wir das Vergnügen zwei weitere Städte Italiens zu besuchen.

Bereits früh am Morgen um 8:00 Uhr trafen wir uns am Busparkplatz. Nach ungefähr 1,5 Stunden sind wir zuerst in Verona eingetroffen. Nach einem kurzen Fußmarsch erreichten wir die erste Sehenswürdigkeit, ein riesengroßes Amphitheater. Beeindruckt von der Baukunst, kamen wir aus dem Staunen kaum heraus. Viele von uns fotografierten sich dort gegenseitig und wir erhielten genauere historische Informationen. Als unser Aufenthalt in dem Theater beendet war, gingen wir weiter durch die Einkaufsstraße zur „Casa di Giulietta“. Beeindruckt von der einzigartigen Atmosphäre dieses Ortes, schossen auch dort viele von uns einige Fotos mit der Statue von Giulietta und dem Balkon. Nach einer kleinen Stadtführung wurde uns Zeit gegeben, uns selbstständig zu bewegen.

Gegen Nachmittag stiegen wir wieder alle in den Bus, um unser nächstes Ziel, Sirmione zu erreichen. Da wir das Glück hatten, die Sonne auf unserer Seite zu haben, konnten wir den vollen Glanz der altertümlichen Stadt erblicken. Mit einem überwältigendem Blick auf die Eleganz dieser Stadt machten es sich einige von uns mit einem Eis in der Hand an einem Steg des Gardasees gemütlich. Nach dem Aufenthalt in dieser charismatischen Stadt ging es nun mit dem Bus zurück nach Cremona. Nach unserer Ankunft am Abend ließen wir alle den Tag unterschiedlich ausklingen. Dieser Tag in Italien war so einzigartig wie auch die anderen. 

 

Yannick, David

Mantova - Mittwoch, 27.03.

Am Mittwoch stand die Stadt Mantova auf dem Programm. Um 8:00 haben wir unsere italienischen Gastbrüder und -schwestern zur Schule begleitet und hatten dann eine Stunde Freizeit. In dieser Stunde gingen einige von uns in eine typisch italienische Bar und haben einen „caffè“ getrunken und ein „cornetto" (Croissant) gegessen. Um 9:00 ist die Gruppe zum Bahnhof gelaufen, um den Zug nach Mantova zu nehmen.

In Mantova angekommen haben wir den Palazzo Ducale, die Basilica Sant' Andrea, die Piazza Sordello und die Burg besichtigt. All diese Sehenswürdigkeiten waren wunderschön und wir haben tolle Fotos gemacht.

Außerdem befinden sich in Mantova künstlich angelegte Seen neben der Burg, welche wir auch gesehen haben. 

 

Ab 13:00 hatten wir Freizeit und Zeit, die Stadt eigenständig zu erkunden und Souvenirs zu kaufen. 

 

Um 14:40 ging es mit dem Zug wieder zurück nach Cremona, wo wir um halb vier ankamen. Von da aus sind wir mit unseren Gastfamilien nach Hause gefahren und konnten den restlichen Tag individuell gestalten.

Unsere Austauschpartner hatten für diesen Abend um 20:30 eine Bowlingbahn reserviert, wo wir den Abend zusammen ausklingen ließen.

 

Janne, Eliseo

Milano - Donnerstag, 28.03.

Der letzte Ausflug vor der Rückkehr nach Deutschland ging nach Mailand, dieses Mal auch mit den Italienern zusammen. Wir trafen uns morgens gegen 7:45 an der Bushaltestelle, an welcher wir auch sonst losfuhren. Wir sind etwa 1:45h Bus gefahren bis wir endlich die Autobahn und alle überfüllten Straßen Mailands hinter uns hatten und der Tag richtig losgehen konnte. Da der Bus direkt an einem großen Palast geparkt hatte, war der Fußweg zu unserem ersten Reiseziel nicht weit. Wir gingen in den Innenhof des Palastes und machten dort ein paar Minuten Pause, bevor wir uns eine kleine Ausstellung des berühmten Künstlers Michelangelo anschauten, in der die Staue "Pietà" stand. Danach verließen wir den Palast wieder und machten uns auf in Richtung Stadtzentrum. Da es noch früh war, ca. 11 Uhr, waren die Straßen glücklicherweise eher „leer“ für Mailänder Verhältnisse. Wir gingen gemeinsam zum Domplatz und setzten uns auf die Treppen vor dem überwältigenden Dom, um dort nochmal die nächsten Schritte zu planen. Einige besichtigten den Dom von innen, währenddessen hatte der Rest etwa eine Dreiviertelstunde Freizeit. Wir hielten uns also schon um den Dom auf und erkundeten die Straßen ein wenig, bis wir uns um 12 Uhr erneut trafen, um dann als letztes Reiseziel das Theater zu besichtigten.

Dann hatten wir alle Freizeit, die wir für uns nutzen konnten, um zum Beispiel zu Mittag zu essen, wenn auch hauptsächlich bei McDonald's. Um 14 Uhr machten wir noch einmal alle gemeinsam eine Kontrolle, ob auch alles okay ist, und danach hatten wir die restlichen 2 Stunden zur freien Verfügung, um geplante Einkäufe zu erledigen und/oder uns auszuruhen. Wahrscheinlich wurde jeder in dieser Zeit mindestens fünf Mal von dem ein oder anderen Armbandverkäufer angesprochen, von denen es in Mailand sehr viele gibt. Mittlerweile waren die Straßen auch voll von Touristengruppen oder Shopping-Fans, was das Durchkommen teilweise erschwerte.

Gegen 16 Uhr sind aber alle gesund und munter wieder am Treffpunkt erschienen. Von diesem ging es dann auch zurück Richtung Bus zurück nach Cremona. Abends hatten die Italiener, ihre Eltern und Lehrer ein großes Abendessen geplant, an dem alle teilnahmen. Es gab Pasta, Pommes, verschiedene Fleischgerichte und alle konnten sich nochmal ausgiebig miteinander unterhalten und den letzten Abend genießen. 

Joe, Janis

Freitag, 29.03., der schwere Abschied

Am letzten Tag hieß es dann Abschied nehmen. Wir trafen uns um 7:30 Uhr am Foro Boario. Vorher wurden bei den Gastfamilien zu Hause noch die letzen Koffer gepackt, verschlossen und schließlich ins Auto geladen. Einige mussten sich auch schon von einzelnen Familienmitgliedern, wie zum Beispiel von den Geschwistern, den Großeltern und auch von den Haustieren, verabschieden. 

Am Foro Boario angekommen mussten wir dann schließlich auch den Eltern der italienischen Schüler auf Wiedersehen sagen. Das fiel uns und auch den italienischen Eltern sehr schwer, weil sie für einige von uns wie zweite Eltern geworden sind, da sie uns liebevoll und herzlich in die Familien aufgenommen haben. Dann kam auch schon unser sehr kleiner Bus an, in den wir schließlich auch unsere 20 Koffer eingeladen haben. Das war bei so einem kleinen Bus eine wirklich sehr schwierige Aufgabe. 

Nun wurde es Zeit auch von den italienischen Austauschpartnern Abschied zu nehmen. In der Zeit zusammen haben wir sie alle wirklich ins Herz geschlossen und viele neue Freundschaften wurden geknüpft. Deshalb fiel es uns umso schwerer ihnen nun Lebewohl zu sagen. Einige Tränen sind geflossen, gerade auch weil es schwer ist über so eine große Entfernung in Kontakt zu bleiben. Dennoch freuten wir uns auch sehr auf unsere Familien und wir alle werden diese Woche auf jeden Fall positiv in Erinnerung behalten.  

 

Schließlich starteten wir dann aber auch in Richtung Flughafen Mailand Malpensa. Als wir mit dem Bus vom Parkplatz herunter fuhren, schauten uns die italienischen Familien und Lehrer noch lange hinterher und winkten uns zu. 

 

Gegen 10 Uhr kamen wir dann am Flughafen an und checkten ein. Nachdem alle durch die Sicherheitskontrolle gegangen waren, hieß es dann erstmal warten. Einige kauften noch die letzen Mitbringsel und Geschenke für ihre Familien. Kurz vor 12 Uhr durften wir dann auch schon in das Flugzeug steigen und  starteten in Richtung Düsseldorf. Nach nur 1 1/2 Stunden Flug landeten wir dann auch sicher in Deutschland.

Dort angekommen war die Vorfreude auf zu Hause und auf unsere Familien umso größer. 

Nach 30 Minuten Zugfahrt von Düsseldorf nach Dinslaken konnten wir diese dann auch gegen 15:10 Uhr endlich wieder in die Arme schließen. Alle waren sehr glücklich und erzählten aufgeregt von der vergangenen Woche und den schönen Erlebnissen.

 

Insgesamt waren der Austausch und die Zeit in Italien eine wirklich unglaubliche Erfahrung, die wir in unserem ganzen Leben nicht vergessen werden. Trotz einiger kleinerer Probleme war der Aufenthalt in Italien rundum gelungen. Wir haben neue Erkenntnisse zur Kultur und zum Lebensstil der Italiener gewonnen genauso wie viele neue Menschen. Jedes Verständnisproblem mit den italienischen Familien wurde irgendwie überwunden und alle Familien haben uns wirklich herzlich und großzügig aufgenommen. Außerdem konnten wir durch den Austausch viele wunderschöne Städte kennenlernen wie zum Beispiel Verona, Sirmione und Mantua. Das Highlight war natürlich Mailand, gerade weil wir dort noch einmal die Möglichkeit hatten, einen Tag gemeinsam mit unseren Austauschpartnern zu verbringen. 

Wir sind den Lehrern und auch besonders den italienischen Familien für diese schöne Zeit sehr dankbar und hoffen, dass wir diese irgendwann noch einmal wiedersehen werden! 

Sophie, Ina

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