Stufenfahrt nach Weimar 2018

Reportage - Reportage vom 16.01.2019

Nach sechseinhalb Stunden Busfahrt war es endlich so weit: Der Bus hielt an der Bushaltestelle unserer Jugendherberge an. Nachdem wir dort kurz unsere Zimmer beziehen konnten, begann auch schon der erste Programmpunkt unserer Fahrt. Wir trafen uns alle im sog. Reithaus,wo uns der Referent der EJBW Thomas von der Gönna in den folgenden Tagen noch viel über die Stadt erklären würde. Nach einer kurzen Einführung hieß es allerdings erst einmal, selbst etwas über die Stadt herauszufinden.
In Kleingruppen sollten wir Parks, Statuen und wichtige Gebäude aufsuchen, Informationen darüber notieren. Dabei erhielten wir neben zahlreichen Informationen auch einen ersten Eindruck der eigentlich ziemlich kleinen Stadt Weimar. Nachdem wir am frühen Abend unsere Eindrücke über unsere Anlaufpunkte zusammengetragen hatten, konnten wir uns beim Abendessen erst einmal stärken. Für unsere Ergebnisse erhielten wir von Thomas viel Lob.
Am nächsten Tag erwartete uns allerdings eine weitaus negativere Facette Weimars. Der schöne Schein, den wir am Vortag noch erfuhren, war bei vielen von uns von jetzt auf gleich erloschen.
Nachdem wir schon am Morgen auf die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Buchenwald mit einer Dokumentation vorbereitet worden waren, übertrafen die schrecklichen Dinge, die uns im eigentlichen ehemaligen KZ erwarteten, unsere Vorstellungen allerdings bei Weitem. Die alten Gebäude, die vielen Fotos, die Überreste und vor allem die Tragödien, die dort passierten haben und sehr betroffen gemacht, die Führung über das Gelände und die Berichte unseres Guides lösten in vielen von uns Wut, tiefe Trauer und ein schlechtes Gewissen aus. Die Erfahrungen, die wir dort machten, sollten die meisten von uns nicht so schnell vergessen...
Der Mittwoch sollte ganz der Weimarer Klassik gewidmet werden. Wir besichtigten in Kleingruppen verschiedene Museen, wie das Goethe- oder Schillerhaus, über die wir uns später austauschten. Wir stellten unsere neuen Erfahrungen unseren Mitschülern vort, damit jeder von jedem profitieren konnte. Den Mittwoch schlossen wir noch mit einem etwas sehr langatmigen Film ab, der das Thema Weimarer Klassik nochmal zusammenfassen sollte. Den Donnerstag, den letzten Programmtag unserer Fahrt, verbrachten wir fast ausschließlich im Reithaus. Dort beschäftigten wir uns hauptsächlich mit Zukunftsvisionen und stellten unsere eigenen Ideen  von einer Welt, in der Gerechtigkeit und Frieden herrschen soll, der Stufe vor. Auch diese Ideen fanden bei unserem Referenten großen Anklang und wir wurden für unser Engagement und unsere kreativen Ideen gelobt.
 An diesem Abend mieteten wir außerdem den Partyraum der Jugendherberge, in der wir bis spät in den Abend feierten. Eine gemeinsame Party zum Abschluss der Stufenfahrt war noch eine Möglichkeit, die uns als Stufe zusammenschweißte. Auch zurück in den Zimmern redeten und lachten die meisten noch bis tief in die Nacht. Dementsprechend ruhig verlief die Rückfahrt. Und auch wenn die Stufenfahrtein voller Erfolg für uns alle war, waren wir alle froh, nach einer anstrengenden Woche alle wieder in unseren eigenen Betten zu liegen.
Till Krone Q1

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