Sprache verbindet - Ein Projekt des Rotary-Clubs Wesel-Dinslaken mit unserem Gymnasium

Der Rotary Club Wesel Dinslaken kooperiert auch weiterhin erfolgreich mit dem GHZ im Rahmen des Sozialprojekts "Sprache verbindet". Im Februar 2010 startete das Projekt auf die Initiative von Christian Gabrielse, dem ehemaligen Präsidenten des Rotary Clubs, der sich dem Gymnasium in Hiesfeld nicht zuletzt dadurch verbunden fühlt, weil seine drei Söhne hier ihr Abitur gemacht haben. 

Im Sinne der sozialen Überzeugung des Namensgebers des Gymnasiums Gustav Heinemann entstand die Idee, Schüler und Schülerinnen zu gewinnen, um die Projektarbeit im Stadtteil Lohberg, der den größten Migrantenanteil Dinslakens hat, langfristig zu unterstützen. Der Grundgedanke des Sprachprojektes ist es, Kindern mit Migrationshintergrund zu besserem Sprachvermögen zu verhelfen und damit ihre Integration zu fördern. Ziel ist es, den Kindern damit bessere Chancen zu eröffnen, auch den Unterrichtsinhalten in der Schule zu folgen und den Grundstein für eine erfolgreiche Schulkarriere zu legen. Gemeinsam mit den Kindertagesstätten des Ortsteils Lohberg werden die Kinder nach ihrem individuellen Förderbedarf ausgewählt. Dies geschieht im Einvernehmen mit den Eltern, die von den Rotariern während des Projektes begleitet werden. 

Die Gymnasiasten des GHZ werden zu sogenannten „Sprach-Scouts“ ausgebildet. Die Schulung der Scouts wird in verschiedenen Workshops durch Fachpersonal vorgenommen. Hier erwerben sie pädagogisches Grundwissen und beschäftigen sich mit Motivation, Zweitsprachenerwerb und Problemen der interkulturellen Kommunikation. Das Konzept orientiert sich an der Montessori-Pädagogik, deren Leitspruch "Hilf mir, es selbst zu tun" deutlich macht, dass hier ein Selbstlernprozess begonnen wird, der die Kinder zu größerer Eigenständigkeit befähigen soll. Dies geschieht auf vielfältige, spielerische Weise, die sich nicht als reiner Sprachunterricht oder Nachhilfe versteht. Vielmehr betreuen die Gymnasiasten die vier- bis zehnjährigen Kinder in ihrem gewohnten Umfeld, spielen mit den Kindern, bewältigen gemeinsam Alltagssituationen und lesen oder erzählen Geschichten, um den Wortschatz in der deutschen Sprache zu festigen. Dazu gehen sie in die Familien und beziehen auch die Eltern in ihre Arbeit ein. 

Die Arbeit der Sprach-Scouts mit den Kindern soll bis zum Ende der Grundschulzeit dauern. Unterstützung erfahren die Sprach-Scouts und die Familien dabei von den Paten des Rotary Clubs. Die Schülerinnen und Schüler erhalten für ihr Engagement ein kleines Salär, von dem eine Hälfte der Rotary Club und die andere Hälfte die Familie übernimmt. Am Ende ihrer Tätigkeit erhalten die Sprach-Scouts ein Zertifikat, das ihnen ihr soziales Engagement bescheinigt. 

Im Laufe der mehrjährigen Aktivitäten hat sich ein stabiles Netzwerk mit dem Rotary Club, dem Gymnasium im GHZ und den Bildungseinrichtungen des Ortsteils Lohberg gebildet. Einmal jährlich findet ein Treffen aller Sprach-Scouts, Paten und Pädagogen statt, um die Wirksamkeit des Projektes zu reflektieren und aus den gewonnenen Erfahrungen Verbesserungsmöglichkeiten zu entwickeln. Sowohl die inzwischen 30-köpfige Scout-Crew als auch die etwa ebenso viele betreuten Lohberger Kinder widmen sich jedenfalls mit Begeisterung dem Sozialprojekt "Sprache verbindet", in dem sich der Rotary Club Wesel Dinslaken und die Gymnasiasten des GHZ vorbildlich engagieren.

Ansprechpartner:

Herr Saalfeld

Dr. Hartmut Weddige

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